Strommarkt: Die neuen Zahlen

Wer ist „frei‘“ und wer konsumiert „geschützt“? Wie oft wird der Stromversorger gewechselt – und wer ist der größte Anbieter? Die Aufsichtsbehörde ARERA hat jetzt neue Marktdaten veröffentlicht. Demnach nimmt die Bedeutung des geschützten Grundversorgungsdienstes kontinuierlich ab. So gibt es seit dem Sommer 2019 in Italien mehr Haushaltskunden auf dem freien Markt als im vollständig reglementierten geschützten Grundversorgungsdienst.

Das tritt auch auf Südtirol zu: laut den ARERA-Statistiken hatten im Dezember 2020 in Südtirol 61,80 % aller Haushaltskunden und 71,83 % der Business-Kunden für den freien Markt optiert – im Trentino waren es 52,09 % (Business-Kunden: 81,31 %). Südtirolerinnen und Südtiroler sind treue Kunden und wechseln den Anbieter selten. 2019 suchten sich in Südtirol nur 7,17 % (Mailand: 14,91 %) einen neuen Stromversorger – und diese Quote gehört zu den niedrigsten in Italien.

Link: https://www.arera.it/it/operatori/monitoraggio_retail.htm#consistenza

 

Entwicklung der Strompreise 2020

Die Strompreise, die seit unserer Eröffnung bis heute verwendet wurden, sind aufgrund der Pandemiekrise seit März 2020 stark gesunken. Untenstehende Graphik zeigt dieses Phänomen der Entwicklung der Preise in F1 (Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr, außer an Feiertagen) und F23 (alle anderen Uhrzeiten).

Wir erinnern daran, dass der Energiepreis unseres Angebots für Haushalte alle drei Monate aktualisiert und von ARERA anhand einer Preisprognose für die folgenden Monate festgelegt wird (zum Beispiel werden im Dezember 2020 die Preise für Januar, Februar und März 2021 beschlossen).

Insbesondere ist zu erkennen, dass die Preise zu Beginn des Jahres 2020 im Durchschnitt höher waren, während sie ab April aufgrund des nationalen Lock-Downs einen starken Einbruch erlebten – dies hängt vor allem mit dem geringeren Energieverbrauch in diesem Monaten zusammen. Dieser Rückgang wurde auch in den Sommermonaten beibehalten, auch aufgrund des Effekts der Energieproduktion durch Photovoltaikanlagen, die dazu beiträgt, die Preise einzudämmen.

Ein Aufschwung der Preise war erst zu Beginn des Herbstes zu verzeichnen, sicherlich auch auf Grund des für die Wintermonate typischen höheren Heizungsverbrauchs.

Auch das ist ein Trend, den wir gerne betonen: Die Energiepreise in den Sommermonaten sind in den meisten Jahren niedriger als in den Wintermonaten. Dafür gibt es mehrere Gründe: von dem Bedarf nach höherem Energieverbrauch im Winter bis hin zu dem bereits erwähnten Effekt der Photovoltaik, die in den Sommermonaten hilft, Energie zum Grenzpreis von Null bereitzustellen.

Unsere Strompreise spiegeln die Entwicklung der Strompreise auf nationaler Ebene, die für alle Stromanbieter gleich ist, wieder, dies betrifft sei es Anbieter im freien als auch im geschützten Markt.